• Özlem Sulak, Verborgene Bücher, 2010, 2-Kanal-HD-Videoprojektion, je 4'30'', Videostill © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, Verborgene Bücher, 2010, 2-Kanal-HD-Videoprojektion, je 4'30'', Videostill © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, Verborgene Bücher, 2010, 2-Kanal-HD-Videoprojektion, je 4'30'', Videostill © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, Fictive Presence, 2012, 250 Postkarten © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, 80,25kg (2011-), 380 books, shelves, photo: Raimund Zakowski © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, Untitled (2011), Cité International des Arts Paris, atelier door, 220cm x 180cm © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, Verborgene Bücher, 2010, 2-Kanal-HD-Videoprojektion, je 4'30'', Videostill © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, Verborgene Bücher, 2010, 2-Kanal-HD-Videoprojektion, je 4'30'', Videostill © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, Verborgene Bücher, 2010, 2-Kanal-HD-Videoprojektion, je 4'30'', Videostill © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, Fictive Presence, 2012, 250 Postkarten © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, 80,25kg (2011-), 380 books, shelves, photo: Raimund Zakowski © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak, Untitled (2011), Cité International des Arts Paris, atelier door, 220cm x 180cm © Özlem Sulak
  • Özlem Sulak ©
  • Teaser Özlem Sulak ©

Özlem Sulak

19.09.2012 – 13.11.2012

 

Özlem Sulaks (*1979 in Kayseri/Türkei) Erfahrungen von Heimat und Fremde, von kultureller Identität und Migration, von Sprache und „Fremd“-Sprache bilden den Ausgangspunkt ihrer gleichermaßen politischen wie persönlichen Arbeiten, die sie im Herbst 2012 unter dem Titel Fictive Presence im tresor präsentiert. Das historische Ereignis des dritten türkischen Militärputsches von 1980 und dessen gesellschaftliche und kulturelle Auswirkungen wie die massive Zensur von Büchern kommen dabei ebenso zur Sprache wie Aspekte ihrer individuellen Lebenssituation als türkische Künstlerin in Westeuropa. Paradoxe Facetten des europäischen Ausländerrechts wie etwa die deutsche „Fiktionsbescheinigung“, ein vorübergehender Aufenthaltstitel, der die Künstlerin über Monate in der Ungewissheit ihrer künftigen Aufenthaltserlaubnis zurückließ, dienen Sulak als Anlass, die Fiktionen von kultureller Identität und territorialen Grenzen zu hinterfragen, die das aktuelle Europa definieren. Im tresor präsentiert Özlem Sulak erstmals Originalfassung ohne Untertitel – eine Videoinstallation in vier Sprachen (türkisch, englisch, deutsch, französisch), die von der Unmöglichkeit des Übersetzens handelt, und doch von dem großen Potential erzählt, das Sprachenvielfalt und Vielsprachigkeit jenseits der babylonischen Sprachverwirrung bergen.

 

Özlem Sulak, die am Liverpool Institute of Performing Arts, an der Marmara University in Istanbul, an der Hochschule für Künste in Bremen und an der École nationale superieure des beaux-arts de Lyon studierte, lebt und arbeitet in Paris und Hannover. Sulak stellte u.a. im Kunstverein Hannover(2011, solo), an der Biennale von Lyon (2011) und aktuell an der 4. Internationalen Sinop-Biennale aus; sie nahm an zahlreichen internationalen Filmfestivals teil, u.a. in Toronto (2010), Locarno (2010) und Marseille (2011).

 

Die Ausstellung im tresor entsteht in Kooperation mit KulturKontakt Austria und Bank Austria.

 

Kuratorinnen: Heike Eipeldauer (Bank Austria Kunstforum), Annemarie Türk (KulturKontakt Austria)

 

Eröffnung: 18. September 2012, 19:30

Freier Eintritt, keine Anmeldung erforderlich

 

Katalogpräsentation: 19. Oktober 2012, 18:00, in Anwesenheit der Künstlerin

Der Katalog erscheint im Verlag für moderne Kunst Nürnberg.

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