• Pablo Chiereghin © Pablo Chiereghin RIOT DESIGN, 2020 Video-Still © Pablo Chiereghin
  • Pablo Chiereghin © Pablo Chiereghin Cupboard aus der Serie RIOT DESIGN, 2020 Mixed Media © Pablo Chiereghin, Foto: courtesy des Künstlers
  • Pablo Chiereghin © Pablo Chiereghin RIOT DESIGN, 2020 Video-Still © Pablo Chiereghin
  • Pablo Chiereghin © Pablo Chiereghin Cupboard aus der Serie RIOT DESIGN, 2020 Mixed Media © Pablo Chiereghin, Foto: courtesy des Künstlers

Pablo Chiereghin: RIOT DESIGN

15.10. - 22.11.2020

„Design ist politisch und ist nur Design, wenn es Wissen vermittelt.” (Enzo Mari, 1982)

Es ist leicht und billig: Finden, Kaufen, Besitzen. Objekte sind Teil unseres Lebens. Jeden Tag werden wir aktiv und passiv Teil des Konsum-Kreislaufes. Objekte werden entworfen und hergestellt, um konsumiert zu werden, ihre Lebensdauer wird dabei immer kürzer. Gleichzeitig gibt es aber seit vielen Jahren auch den Trend hin zu bewussterem Konsum, Upcycling und Zero Waste.

Pablo Chiereghin (geb. 1977 in Adria, Italien, lebt und arbeitet in Wien) wird im Herbst 2020 im tresor des Bank Austria Kunstforum sein Projekt RIOT DESIGN erstmals in Österreich präsentieren. RIOT DESIGN versteht sich als Prozess, der Konzeptkunst, Performance, Video, Skulptur, Design und Restaurierung beinhaltet und auf Möbelstücke und tägliche Gebrauchsgegenstände fokussiert.

Ein Objekt wird vor neutralem Hintergrund positioniert. Der Künstler attackiert das Objekt gewaltvoll und mit vollem Körpereinsatz und demoliert es mit Riot-Gegenständen wie Eisenstangen, Ketten, Pflastersteinen, Hammer und Farbspray. Die Aktion wird gefilmt, das Video ist Teil des Projekts. Der Restaurierungs-Prozess, der anschließend stattfindet, bleibt im Dunkeln. Mit billigem Material aus dem Baumarkt wie Kaltschaum werden die Spuren der Zerstörung gekittet, bleiben aber sichtbar. In der Ausstellung wird neben den künstlerisch restaurierten Möbelstücken auch der Akt der Zerstörung mittels Video dokumentiert.

Der Akt der Zerstörung erlaubt es einerseits, den Ballast des Besitzes abzuwerfen und bedeutet gleichzeitig aber auch einen Befreiungsschlag des Individuums gegenüber dem Besitzbedürfnis. Das verwundete Objekt wird durch einen künstlerischen Restaurierungsprozess neu geboren und infolge wieder auf den Markt gebracht – damit der Kreislauf des Konsums von vorne beginnen kann.

 

Kuratorin: Lisa Ortner-Kreil

 

Eröffnung: Mittwoch, 14. Oktober 2020, 19 Uhr

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