• Mark Rothko, No. 22 (Red over Plum and Black), 1960, Daros Collection, Switzerland © VBK, Wien, 2007/08, © Foto: Daros Collection, Switzerland
  • Claude Monet, Nymphéas, 1916-19. Seerosen, Sammlung Beyeler, Basel © Foto: Sammlung Beyeler, Basel
  • Bernard Frize, Aran, 1992, Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien © Courtesy the artist
  • Helmut Federle, The Jeremiah Case (Eight), 2005, Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien © Courtesy the artist
  • Joan Mitchell, Untitled, 1957, Cheim & Read, New York © The Estate of Joan Mitchell
  • Herbert Brandl, Ohne Titel, 1991, Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien © Courtesy the artist, © Foto: Archiv Peter Pakesch
  • Mark Rothko, No. 22 (Red over Plum and Black), 1960, Daros Collection, Switzerland © VBK, Wien, 2007/08, © Foto: Daros Collection, Switzerland
  • Claude Monet, Nymphéas, 1916-19. Seerosen, Sammlung Beyeler, Basel © Foto: Sammlung Beyeler, Basel
  • Bernard Frize, Aran, 1992, Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien © Courtesy the artist
  • Helmut Federle, The Jeremiah Case (Eight), 2005, Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien © Courtesy the artist
  • Joan Mitchell, Untitled, 1957, Cheim & Read, New York © The Estate of Joan Mitchell
  • Herbert Brandl, Ohne Titel, 1991, Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien © Courtesy the artist, © Foto: Archiv Peter Pakesch

Monet - Kandinsky - Rothko und die Folgen

Wege der abstrakten Malerei

28.02.2008 - 29.06.2008

Diese Ausstellung des Bank Austria Kunstforums Wien fokussiert ein zentrales Thema der modernen Malerei: die Abstraktion. Der zeitliche Bogen spannt sich von den Pionieren der Moderne, wie Claude Monet, Wassily Kandinsky oder Kasimir Malewitsch, über die Protagonisten des Abstrakten Expressionismus mit Mark Rothko oder Willem de Kooning bis zu den aktuellen Positionen eines Gerhard Richter, eines Brice Marden oder eines Sean Scully. Unterschiedliche Themenstränge, die entwicklungsgeschichtliche, stilistische und formalästhetische Kriterien vereinen, strukturieren das Ausstellungskonzept. Wahlverwandtschaften, Traditionen, Analogien und Differenzen zwischen verschiedenen künstlerischen Werken unterschiedlicher Generationen, die den elementaren Stellenwert und die Aktualität der Abstraktion für die Malerei unterstreichen, werden so vor Augen geführt.

Die schrittweise Abkehr vom Gegenstand bedeutet für das Gemälde in letzter Konsequenz seine Auflösung, seinen »Tod«. Obwohl Künstler wie Kasimir Malewitsch oder Ad Reinhardt wiederholt die Grenzen der Malerei ausgelotet haben und obwohl das Ende der Malerei immer wieder verkündet wurde, entwickelten sich stets neue Möglichkeiten und Wege, ungegenständlich zu malen: Abseits von intellektueller Radikalität und konzeptioneller Askese findet sich ein reichhaltiges Spektrum an Beispielen. Die Abstraktion löst sich nach dem Ende der Moderne von puristischen Dogmen, strengen formalen Richtlinien und utopischen Weltmodellen. Künstler haben den Abstraktionsbegriff erweitert, um mehr Freiheit für die Malerei zu erlangen – etwa durch Kombinatorik, Zitat oder Reflexion der »Natur«. Das Thema Landschaft ist auch einer der entscheidenden Aspekte für den Anfang der Abstraktionsgeschichte, als die Impressionisten – trotz aller Wirklichkeitstreue – das Tafelbild als flächiges Farbfeld definierten. Mit seinen abstrahierten Seerosenbildern fungiert Claude Monet folgerichtig in dieser Ausstellung als Vaterfigur der Abstrakten Landschaft.

Die Werkauswahl konzentriert sich auf die sensitive Kraft des »Malerischen« innerhalb des klassischen Bildgevierts. Faktoren wie Monochromie, Faktur, Gestus, Prozessualität, Farbfeld, Geometrie und Konstruktion spielen dabei eine übergeordnete Rolle. Auch die spirituelle und meditative Aura des abstrakten Bildes soll neben formalen und konzeptionellen Kriterien beleuchtet werden.

Die internationalen Positionen werden in einen Dialog mit abstrakt arbeitenden Künstlern und Künstlerinnen aus Österreich – wie etwa Erika Giovanna Klien, Arnulf Rainer, Maria Lassnig oder Hubert Scheibl – gestellt; die österreichischen Beiträge sollen so auf ihre Bedeutung auch außerhalb der eigenen Region und Tradition überprüft werden.

Zurück zur Übersicht