• Kleine Aloha, 1962 Sonnabend Collection © VBK, Wien, 2003
  • Liechtenstein 1 © VBK, Wien, 2003
  • Reverie, 1965 © VBK, Wien, 2003
  • Süße Träume Baby! 1965 © VBK, Wien, 2003
  • Tankwart (Gelber Mann), 61 x 40,6 cm, Acquavella Contemporary Art, Inc. © VBK, Wien, 2003
  • Kleine Aloha, 1962 Sonnabend Collection © VBK, Wien, 2003
  • Liechtenstein 1 © VBK, Wien, 2003
  • Reverie, 1965 © VBK, Wien, 2003
  • Süße Träume Baby! 1965 © VBK, Wien, 2003
  • Tankwart (Gelber Mann), 61 x 40,6 cm, Acquavella Contemporary Art, Inc. © VBK, Wien, 2003

Roy Lichtenstein

11.12.2003 - 07.03.2004

Im Winter 2003/04 hat das BA-CA Kunstforum erstmals in Österreich eine umfangreiche Personale von Roy Lichtenstein, einem der entscheidendsten Vertreter der amerikanischen Pop Art präsentiert.

Über 45 Gemälde, 20 Papierarbeiten und Grafiken stellen das vielfältige Spektrum des künstlerischen Schaffens vor. Dieses einmalige Ausstellungsprojekt, dessen Exponate großteils in Europa noch nie zu sehen waren, wurde in Kooperation mit der Roy Lichtenstein Foundation und zahlreicher internationaler Museen (u.a. Solomon R. Guggenheim Museum, New York; Sonnabend Collection; MUMOK, Wien) und vieler privater Sammlungen realisiert. Lichtensteins Stil geht weit über die künstlerische Verarbeitung der Konsumwelt und der Alltäglichkeit im Gesellschaftlichen hinaus: Neben den bekannten Comic- und Girl-Bildern aus den frühen 1960er Jahren, sind vor allem Paraphrasen auf die Kunstgeschichte, wie etwa Monets Heuhaufenbilder, oder die überdimensionierten Pinselstriche, die Lichtenstein in Anspielung auf den Abstrakten Expressionismus >>Brushstrokes<< bezeichnet, sowie Lichtensteins Mirrors und Interiors, bis hin zu seinen letzten Bildern aus den 1990er Jahren, die seine eigenen vorhergegangenen Stile zitieren, in der Ausstellung vereint.
Vor allem soll jedoch Lichtensteins technische Entwicklung der Bildgestaltung, insbesondere die malerische Komponente und die Transformation des Ausgangsmotivs in eine artifizielle Eigenständigkeit - im Gegensatz etwa zur seriellen, industriell anmutenden Fertigung der Factory Arbeiten Andy Warhol’s - anschaulich gemacht werden. Denn gerade die Verflachung des Motivs und die Abstraktion des Gegenstandes zeichnen Lichtensteins Œuvre aus. Dabei spannt sich der Bogen von Benday dots (die nachempfundene Rasterstruktur von Fotovergrößerungen) bis zu spektakulären freien malerischen Artikulationen. Ergänzt wird die Schau sowohl durch eine repräsentative Auswahl an Zeichnungen, die Lichtenstein oft als Vorlage für seine Gemälde gedient haben, als auch durch Entwürfe und Fotos von Lichtensteins Kunst im öffentlichen Raum, wie zum Beispiel das Time Square Mural in der U-Bahn Station der 42nd Street in New York.
Die Schau im BA-CA Kunstforum zeigt damit erstmals in Österreich Lichtensteins Schlüsselwerke wie die Girl-Bilder Little Aloha, Eddie-Diptych oder Crying Girl, sowie Wimpy, eines der ganz seltenen Cartoonbilder Lichtensteins, den monumentalen gelben Pinselstrich Yellow Brushstroke II oder die legendäre Matisse-Paraphrase Still Life With Gold Fish.

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