Geschichte

  • Freyung 8 © Bankaustria Kunstforum/oreste.cc
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Das Bank Austria Kunstforum Wien ist das erste privatwirtschaftlich geführte Austellungshaus in Österreich. 1988 beauftragte die österreichische Länderbank den österreichischen Star-Architekten Gustav Peichl mit der Errichtung des Bank Austria Kunstforum Wien als das damals modernste Ausstellungshaus des Landes. Die Wiedereröffnung erfolgte im März 1989 mit Egon Schiele und seine Zeit. Diese Ausstellung war mit 186.000 Besuchern nicht nur in Wien überaus erfolgreich, sie löste auch an den weiteren Ausstellungsstationen in London, München und Wuppertal Begeisterung aus. Diese Schiele-Ausstellung imBank Austria Kunstforum Wien war der erste große Auftritt der damals noch weithin unbekannten Sammlung Leopold und damit eine der Initialzündungen für den Ankauf der Sammlung durch die Republik Österreich.

Die Zielrichtung des Bank Austria Kunstforum Wien ist seit dieser Zeit sehr eindeutig definiert: Im Zentrum steht die Präsentation internationaler Top-Ausstellungen zur Kunst der klassischen Moderne und derer Wegbereiter wie etwa Schiele, Kokoschka, Turner, van Gogh, Cézanne, Picasso, Miró, Malewitsch, Schwitters, Kandinsky, Lempicka, Chagall, Braque, Kahlo, Aiwasowski u.v.m.

Große Themenausstellungen, die zu einem differenzierteren und neuen Verständnis der Moderne beitragen sollen (Kunst und Wahn, Rot in der russischen Kunst, Jahrhundert der Frauen, Mythos Großstadt, Nolde und die Südsee, Futurismus – Radikale Avantgarde, Superstars – Von Warhol bis Madonna), sowie die Präsentation österreichischer und internationaler Avantgarden seit 1945 (Arnulf Rainer, Adolf Frohner, Christian Ludwig Attersee, Markus Lüpertz, Karel Appel, Roy Lichtenstein) ergänzen heute das Programm des Ausstellungshauses auf der Freyung.

Relativ kurz nach der Errichtung musste das mittlerweile zum Bank Austria Kunstforum Wien umbenannte Ausstellungshaus bei der großen Retrospektive des malerischen Werks von Ferdinand Georg Waldmüller im Jahr 1992 immer wieder wegen des enormen Besucherandrangs kurzfristig sperren. Im Winter 1992/93 folgte daher eine Erweiterung und das Bank Austria Kunstforum wurde auf die doppelte Ausstellungsfläche vergrößert.

Erfolgreichstes Ausstellungshaus

Auf den nunmehr 1.120 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren seither nicht nur internationale Museen ihre wichtigsten Werke, wie etwa das Guggenheim Museum New York oder das Russische Museum St. Petersburg, es zeigen hier auch bedeutende Privatsammler  – wie zum Beispiel Bernard Picasso, die Familie Im Obersteg, das Berliner Sammlerehepaar Ulla und Heiner Pietzsch oder Hubert Loser erstmals ihre Sammlungen einer großen Öffentlichkeit.

Das Jahr 2000 war für das Bank Austria Kunstforum Wien ein besonders erfolgreiches. 550.000 Besucher aus der ganzen Welt hatten allein in diesem Jahr die Ausstellungen Cézanne: vollendet – unvollendet, Arnulf Rainer: Gegen.Bilder und Picasso: Figur und Porträt, Hauptwerke aus der Sammlung Bernard Picasso besucht. Damit wurde auch eine Schallmauer durchbrochen: Seit 1989 konnte das Bank Austria Kunstforum Wien insgesamt rund fünf Millionen Besucher begrüßen! 2010/11 konnte mit über 360.000 Besucherinnen und Besuchern ein weiterer Besucherrekord verzeichnet werden.

Jährlich besuchen rund 250.000 Menschen die Ausstellungen des Bank Austria Kunstforum Wien. Damit zählt das Bank Austria Kunstforum Wien zu den fünf bestbesuchten Ausstellungsmachern Österreichs und zu den Top 20 der beliebtesten Wiener Tourismusattraktionen.