• Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Golf von Neapel, 1841 Öl auf Leinwand, 72,6 x 108,5 cm Museen Peterhof, Sankt Petersburg © Aiwasowski Galerie, Feodossia
  • Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Die neunte Woge, 1850 Öl auf Leinwand, 221 x 332 cm Staatliches Russisches Museum, Sankt Petersburg © Aiwasowski Galerie, Feodossia
  • Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Das Schiff »Maria« im Sturm, 1892 Öl auf Leinwand, 224 x 354 cm Aiwasowski-Galerie, Feodossija © Aiwasowski Galerie, Feodossia
  • Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Meeresküste, 1886 Öl auf Leinwand, 46,5 x 67 cm Aiwasowski-Galerie, Feodossija © Aiwasowski Galerie, Feodossia
  • Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Sinope. Die Nacht nach der Schlacht am 18. November 1853, 1853 Öl auf Leinwand, 220 x 331 cm Zentrales Kriegsmarinemuseum, Sankt Petersburg © Aiwasowski Galerie, Feodossia
  • Aiwasowski - Maler des Meeres @Bank Austria Kunstforum 17. März bis 10. Juli 2011 ©
  • Personal Art Assistant für Kinder ©
  • Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Die neunte Woge, 1850 Öl auf Leinwand, 221 x 332 cm Staatliches Russisches Museum, Sankt Petersburg © Aiwasowski Galerie, Feodossia
  • Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Die Woge, 1889 © Staatliches Russisches Museum, Sankt Petersburg
  • Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Eisberge in der Antarktis, 1870 © Aiwasowski-Galerie, Feodossija
  • Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Golf von Neapel, 1841 Öl auf Leinwand, 72,6 x 108,5 cm Museen Peterhof, Sankt Petersburg © Aiwasowski Galerie, Feodossia
  • Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski Die Schlacht bei Sinope (Tag), 1853 © Zentrales Kriegsmarinemuseum, Sankt Petersburg

Iwan K. Aiwasowski

Maler der Meeres

17.03.2011 - 10.07.2011

Das Bank Austria Kunstforum Wien präsentiert das atemberaubende Werk des russischen Malers Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski (1817 – 1900). Der »russische Turner« – wie Aiwasowski immer wieder genannt wird – war bereits zu Lebzeiten eine Legende und feierte internationale Ausstellungserfolge: In rasendem Arbeitstempo bannte Aiwasowski Licht, Wasser und Luft auf großformatige Leinwände, seine Meereslandschaften strotzen vor Dynamik und Unmittelbarkeit.

Geboren in einfachen Verhältnissen in der Hafenstadt Feodossija (heutige Ukraine) an der Krim-Halbinsel, studierte Aiwasowski Malerei an der Kaiserlichen Akademie in St. Petersburg und wurde Hofmaler bei Zar Nikolaus I. Den Weitgereisten – er begleitete als Marinemaler die militärischen Truppen des Zaren und absolvierte zahlreiche Studienaufenthalte – trieb es jedoch immer wieder zurück in das inspirierende »goldene Licht« seiner Heimatstadt am Schwarzen Meer, wo er 1900 starb.

In Aiwasowskis Œuvre, das rund 6000 Werke umfasst, kristallisiert sich die Urgewalt des Meeres als zentrales Motiv heraus. Es ist der Ozean, der in den Bildern Aiwasowskis alles Leben speist, dem aber auch eine katastrophale Kraft innewohnt. Dabei geht es Aiwasowski nicht darum, das Momenthafte einzufangen, er trifft vielmehr eine allgemeingültige Aussage: Die Symbolik eines Schiffs auf hoher See bedeutet eine Allegorie auf den menschlichen Lebensweg. Beruhigte, sonnen- und mondspiegelnde Wasseroberflächen wechseln mit aufbrausendem Sturm und tosender Gischt – Sinnbilder für Veränderung und Unvorhersagbarkeit. Maritime Küsten und Landstriche, Stadtansichten, Schiffsmanöver, mythologische Szenen sowie gigantische Wellenbilder, die den Betrachter fast filmisch ins Bild katapultieren, finden sich gleichermaßen in seinem Repertoire. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass Aiwasowski nie ein Plein-Air-Maler war, entgegen dem Malen vor dem Objekt, das als romantische Methode schlechthin galt und als solche auch an der Kaiserlichen Akademie propagiert wurde, vertrat Aiwasowski den Standpunkt: »Die Bewegungen der lebendigen Natur sind nicht mit dem Pinsel zu erfassen. […] Deshalb muss der Maler dies alles im Gedächtnis behalten.«

Die Ausstellung Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski – Maler des Meeres ist die erste große monografische Ausstellung dieses beeindruckenden Künstlers außerhalb Russlands und der Ukraine. Durch eine repräsentative Auswahl von cirka sechzig Bildern aus fast sieben Schaffensjahrzehnten soll Aiwasowski, der im Westen ein (noch) weitgehend unbekannter Künstler ist, einem breiten Publikum vorgestellt werden. Zahlreiche international renommierte Museen, darunter das Staatliche Russische Museum und das Museum Peterhof in Sankt Petersburg, die Tretjakow Galerie Moskau, die Aiwasowski-Galerie Feodossija sowie das Museum für Russische Kunst Kiew unterstützen dieses Ausstellungsprojekt mit hochkarätigen Leihgaben, die erstmalig für diese Schau ihre Heimat-Museen und Sammlungen verlassen.

Kuratorinnen: Ingried Brugger, Lisa Kreil

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