• Léon Frédéric, Fragrance, 1894 © VBK Wien, 2007/08
  • Fernand Khnopff, Eine Hortensie, 1884 © Private Collection
  • Willy Schlobach, Die Elemente in Bewegung, 1900 © Privatbesitz
  • Fernand Khnopff, Mit Verhaeren. Ein Engel, 1889 © Privatbesitz
  • Constant Montald, Das Nest, 1893 © Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique
  • Jean Delville, Mysteriosa. Bildnis Madame Stuart-Merrill, 1892 © VBK Wien, 2007/08
  • Philippe Wolfers, Zivilisation und Barberei, 1897 © Fondation Roi Baudoin, Depositum in den Musées royaux d'art et d'histoire
  • Léon Frédéric, Fragrance, 1894 © VBK Wien, 2007/08
  • Fernand Khnopff, Eine Hortensie, 1884 © Private Collection
  • Willy Schlobach, Die Elemente in Bewegung, 1900 © Privatbesitz
  • Fernand Khnopff, Mit Verhaeren. Ein Engel, 1889 © Privatbesitz
  • Constant Montald, Das Nest, 1893 © Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique
  • Jean Delville, Mysteriosa. Bildnis Madame Stuart-Merrill, 1892 © VBK Wien, 2007/08
  • Philippe Wolfers, Zivilisation und Barberei, 1897 © Fondation Roi Baudoin, Depositum in den Musées royaux d'art et d'histoire

Der Kuss der Sphinx

Symbolismus in Belgien

16.10.2007 - 03.02.2008

Eine Kooperation mit den Königlich-Belgischen Kunstmuseen Brüssel

»Die wesentliche Eigenschaft der symbolistischen Kunst besteht darin, eine Idee niemals begrifflich zu fixieren oder direkt auszusprechen«, schrieb der Dichter Jean Moréas 1886 in seinem Manifeste du Symbolisme. In Frankreich und Belgien, der Wiege des literarischen Symbolismus, wurde auch die symbolistische Malerei geboren. Ihre Protagonisten waren nicht nur durch die künstlerische Ausdrucksweise verbunden, sondern vor allem durch eine Geisteshaltung, innerhalb derer die Vorstellungskraft eine wichtige Rolle spielt. Der Symbolismus ist geprägt von der konstanten Auseinandersetzung mit den Grenzen zwischen Realität, Traum und Zweifel, mit Dauer und Vergehen, mit Erlösung und Untergang. Auch ein enger Zusammenhang von Dichtung und Bildender Kunst und der Hang zum Gesamtkunstwerk bestimmen den Symbolismus, der Malerei, Schmuck, Arbeiten auf Papier, Kunstgewerbe und Möbel umfasst. Kostbare Materialien in perfektester und aufwendiger Verarbeitung, eine elegante, lineare Formensprache und eine melancholische und träumerische Gesamtstimmung kennzeichnen die dem Jugendstil so verwandte Kunstrichtung.

Im Zentrum der über 100 Arbeiten umfassenden Ausstellung, die in Kooperation mit den Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique erstmals für Wien zusammengestellt wird, stehen die Werke des bekanntesten Vertreters des belgischen Symbolismus, Fernand Khnopff. Arbeiten von Odilon Redon, Felicién Rops, Constantin Meunier, William Degouve de Nuncques und Jean Delville ergänzen die Auswahl zu einer umfassenden Präsentation dieser bis jetzt unterschätzten und nicht ausreichend gewürdigten Kunstrichtung, deren (Wieder-)Entdeckung das BA-CA Kunstforum mit dieser Schau leistet. Der Symbolismus ist in seinen Konzepten und Aussagen für unser Verständnis von moderner Kunst essentiell. Der belgische Symbolismus wurde in kürzester Zeit von der gesamten abendländischen Kunst rezipiert: Denken wir etwa an Odilon Redon, Paul Gauguin, Gustave Moreau, Koloman Moser, Gustav Klimt, Leon Bakst, William Blake oder Franz von Stuck. In seiner Verbindung von Traum und Wirklichkeit wurde er die Inspirationsquelle zahlreicher bahnbrechender Innovationen in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts.

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